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Magdalena Putzer
BARF-Ernährungsberatung

Blog

Veröffentlich am 19.05.2017

Giftiges für Hunde und Katzen

Neben den üblichen Verdächtigen, die schon fast jeder Tierhalter auf der roten Liste hat, gibt es auch einige Nahrungsmittel die harmlos erscheinen und doch große Auswirkungen haben. Dieser Artikel soll Ihnen einen kleinen und überschaubaren Überblick schaffen.

Für mehr Übersichtlichkeit und zum schnellen Nachlesen - 4 Gruppen:

 

1. Obst

Avocados sind aufgrund ihres Toxins Persin für unsere Haustiere giftig.  

Weintrauben und Rosinen können zu Nierenversagen führen. Erstaunlich dabei ist, dass es hohe individuelle Unterschiede gibt, warum das so ist, ist noch nicht gänzlich erforscht. 

Rohe Holunderbeeren, Physalis und Quitten haben ebenso nichts im Napf verloren. Sie alle reizen den Verdauungstrakt. Bei allen Obstsorten sind die Kerne/ Steine zu entfernen, sie enthalten giftige Blausäure. 

 

2. Gemüse

Auberginen, auch Melanzani genannt, enthalten Solanin, und das belastet den Körper unserer Haustiere stark. Weitere solaninhaltige Lebensmittel sind rohe Kartoffeln, grüner Paprika und nicht vollständig gereifte Tomaten. Rohe Bohnen reizen aufgrund ihres Phasin Gehalts den Magen-Darm-Trakt. 

Zwiebeln führen zu Durchfall, Erbrechen und in großen Mengen zur Anämie.

Knoblauch ist in kleinen Mengen häufig sogar empfohlen, in größeren Mengen führt es aber ebenfalls zu einer Anämie.

Für Obst und Gemüse gilt - kein schimmeliges Nahrungsmittel sollte verfüttert werden. 

 

3. Nüsse

Erdnüsse können wie beim Menschen auch allergische Reaktionen auslösen. Macadamianüsse, Muskatnuss und unreife Walnüsse werden von unseren Vierbeinern nicht vertragen. 

 

4. Sonstiges

Alkohol und Nikotin schaden schon uns Menschen, jedoch haben sie weitaus stärkere Wirkung auf Hunde und Katzen und sind dringend zu vermeiden. Bei Aufnahme ist umgehend ein Tierarzt zu kontaktieren. 

Schokolade hat je nach Sorte (Milchschokolade, Bitterschokolade…etc.) einen unterschiedlich hohen Gehalt an Theobromin. Während wir Menschen den toxischen Effekt von Theobromin rasch enzymatisch abbauen können brauchen Hunde und Katzen wesentlich länger dafür und so kann eine entsprechende Dosis tödlich sein.

Kaffee und andere koffeinhaltige Getränke sind schädlich für Tiere. Sie können Koffein schlecht bis gar nicht abbauen, Folge sind Zittern, Krampfanfälle, Erbrechen, Durchfall und weitere Symptome. 

Xylitol oder Birkenzucker, ein neuerdings gern genutzter Süßstoff, richtet massive Schäden in den Körpern unserer Haustiere an. Man sollte das auch bei Kuchen bedenken, der gerne mal vom Kaffeetisch geklaut wird. 

Es ist stark davon abzuraten Medikamente aus dem Humanbereich einem Tier zu verabreichen. Es gibt durchaus einige Medikamente die man anwenden darf, wenn man aber das Falsche verwendet vergiftet man sein geliebtes Haustier. Bitte halten Sie immer Rücksprache mit dem Tierarzt. 

Pflanzen wie Begonien, Efeu, Oleander, Buchsbaum, Rhododendron, Alpenrosen, Eisenhut, Herbstzeitlose, Kirschlorbeer und viele viele mehr sind stark giftig für Hund und Katz - am besten informieren Sie sich vor Bepflanzung des Gartens oder der Blumenbeete. 

Da man aber auch mal überraschend einen Strauß Blumen bekommt: Lilien sind hochgradig giftig für Katzen- und trotzdem knabbern Stubentiger sie gerne an. Wer also einen schönen Strauß geschenkt bekommt muss darauf achten ihn aus der Reichweite der Katze zu stellen.

 

Diese Liste soll einen Überblick verschaffen und hat keinen Anspruch auf Vollständigkeit.

Wenn Ihr Tier eines dieser Nahrungsmittel / Medikamente oder Pflanzen aufgenommen hat sollten Sie rasch Ihren Tierarzt kontaktieren und besprechen was die nächsten Schritte sind.Ein Stück Milchschokolade wird Ihrer Dogge nichts anhaben, zwei Reihen Bitterschokolade kann dem Chihuahua aber schon ordentlich zu schaffen machen.

Es gilt also auch hier Paracelsus’ Aussage „Die Dosis macht das Gift!“.

 

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