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Magdalena Putzer
BARF-Ernährungsberatung

Blog

Veröffentlich am 08.09.2016

Wie ernähre ich mein altes Tier?

Rohes, frisches und somit artgerechtes Futter ist für Hunde und Katzen jedes Alters geeignet. Auch in die Jahre gekommene Tiere kann man noch auf diese Fütterungsart umstellen. Jedoch muss ganz klar der Einzelfall bewertet werden – ist das geliebte Haustier schon geschwächt oder zeigt bei Abweichung vom gewohnten Fressen Probleme, so muss behutsam darauf eingegangen werden. In einigen wenigen Fällen ist die Umstellung nicht zu empfehlen. Ich berate Sie gerne.

Frisst Ihr Hund/Ihre Katze schon begeistert roh, so gibt es keinen Grund das Tier im Alter auf ein Industriefutter umzustellen. Der Körper verändert sich aber im Alter und darauf sollte ein Tierbesitzer Rücksicht nehmen.

Ab wann spricht man eigentlich von einer alten Katze oder einem alten Hund? Statt stur an Zahlen festzuhalten macht es meiner Ansicht nach mehr Sinn das Tier zu beobachten und das zu bewerten was man sieht.

Optisch erkennt man die grauen Schnauzen schnell, das Fell wird häufig matter und die Augen verlieren etwas an Glanz. Abgesehen von diesen offensichtlichen Veränderungen tut sich aber einiges im Körper des Oldies, für uns heute spannend ist alles was mit der Fütterung zu tun hat.

Tiere verlieren im Alter zunehmend an Geruchssinn, das erklärt warum viele Hunde und Katzen anfangen mäkeliger zu fressen – denn richtig Lust aufs Futter haben sie vor allem dann wenn es köstlich riecht. Eine kleine Menge Pansen oder etwas Thunfisch-Wasser aus der Dose kann den Appetit anregen. Häufig sind die Zähne abgenutzt oder fallen auch aus, gerade rohe fleischige Knochen können nicht mehr so zerkleinert werden dass sie problemlos verdaut werden können – ein Umstieg auf gewolfte Knochen kann Sinn machen. Häufig wird der Magen empfindlicher und die Bauchspeicheldrüse produziert weniger Verdauungsenzyme. Große Fleischstücke die immer liebend gerne verzehrt wurden können auf einmal Probleme machen. Ebenso vermindert kann die Darmperistaltik sein. Da sich alte Tiere weniger bewegen und häufig auch weniger trinken, neigen sie dazu Verstopfung zu bekommen. Eine Erhöhung der Ballaststoffe und die Kombinationsfütterung mit Innereien und Fett hilft häufig dem vorzubeugen. Gerade bei Katzen ist das Untermischen von Wasser in das Futter oft hilfreich um das Tier ausreichend mit Flüssigkeit zu versorgen. Eine weitere Erscheinung des verminderten Bewegungsdrangs ist, das Hund und Katz‘ dazu neigen etwas dicker zu werden – eine erneute Rationsberechnung macht jetzt Sinn, denn Übergewicht belastet den gesamten Organismus stark.

Wenn man also auf die Aufbereitung des Futters und den reduzierten Energiebedarf Rücksicht nimmt ändert sich an der eigentlichen Zusammensetzung nicht viel. Auch jetzt sollte hochwertiges Eiweiß gefüttert werden, auf den ausreichenden Fettgehalt geachtet werden und ein gutes Öl der Ration hinzugefügt werden.

Als Zusätze empfehle ich häufig Teufelskralle für Tiere mit Arthrosen und die kurweise Gabe von Hagebuttenpulver. Die Unterstützung der Darmflora bietet sich ebenso an. Was für Ihre Tier geeignet ist finde ich gerne in Zusammenarbeit mit einem Tierarzt heraus.

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Magdalena Putzer
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