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Magdalena Putzer
BARF-Ernährungsberatung

Blog

Veröffentlich am 08.09.2016

Welche Zusätze braucht mein Hund?

Wenn man beginnt seinen Hund roh zu ernähren prasseln unzählige Informationen auf einen ein, welche der liebevolle Hundebesitzer aufsaugt wie ein Schwamm, schließlich soll ja nichts schiefgehen.  Als übliche Nebenwirkung der Recherchen folgt Verwirrung was von all den Regeln, Rechnungen und dem Angebot denn wirklich für den eigenen Hund wichtig ist. 

Ein vielbeachtetes Thema sind die unterschiedliche Zusätze/ Supplemente. Und diesen wollen wir uns heute widmen, und hoffentlich etwas Klarheit gewinnen.

Ob Pulver, Kräuter, Tabletten oder Öle – der Markt ist überfüllt! Der gesunde (erwachsene) Hund braucht von all dem Angebot kaum etwas wirklich.

Ein Tier mit einer Erkrankung, sei es orthopädisch oder internistisch kann wunderbar von einigen Supplementen profitieren, die jedoch im Napf des gesundenen Hundes nichts verloren haben. In Zusammenarbeit mit einem Tierarzt kann und darf ich Sie da gerne beraten.

Wir entscheiden uns unter anderem deshalb für B.A.R.F., weil wir wissen wollen was im Napf landet, auf das sorgsam gewählte Menü jetzt irgendwelche Mineralstoffmischungen zu kippen erscheint also bei genauer Betrachtung sehr unschlüssig.

Da wir bei unserem Bestreben das Beutetier „nach zu bauen“ aber an gewissen Grenzen stoßen – kaum einer hat die Möglichkeit (ausschließlich)  Tiere aus Weidehaltung /Wild zu verfüttern und auch Blut kommt häufig relativ selten in den Napf- müssen wir diese Defizite also ersetzen.

Man muss sich also bewusst machen dass das Verfüttern von Tieren aus Mastbetrieben den Hund anders versorgt als z.B. Rehfleisch oder Rind aus Weidehaltung.

Diesen Unterschied merkt man vor allem bei der Versorgung mit Omega -3 und Omega-6 Fettsäuren. Frisst der Hund hauptsächlich Fleisch aus Mastbetrieben hat er eine Minderversorgung mit Omega-3- Fettsäuren. Das sollte durch ein entsprechendes Öl, wie Lachsöl oder Leinöl, ausgeglichen werden. Zu viel Öl wäre aber ebenso ein Nachteil – neben Durchfall der oft damit einher geht steigt der Vitamin E Bedarf des Hundes den wir dann wieder decken müssen. Obacht ist bei Hunden mit Allergien geboten, diese reagieren häufig auf Leinöl.

Meeresalgen sind ein sinnvolle und notwenige Ergänzung. Meeresalgen sind tolle Lieferanten von Spurenelementen, Vitaminen und Mineralien. Es ist nicht möglich durch Fleisch/ Innereien/ Knochen und Gemüse den Jodbedarf zu decken. Wer oft Seefisch verfüttert braucht keine Extra Gabe von Jod. Die Alge muss ganz genau abgewogen werden um eine Überdosierung zu vermeiden, es empfiehlt sich eine Löffelwage oder ein Dosierlöffel den Sie ihn jeder Apotheke bekommen. Die abgewogene Wochenmenge kann dann auf einige Tage verteilt über das Futter gestreut werden. In einigen Kräutermischungen sind bereits Algen enthalten, diese müssen bei der Berechnung der Menge miteinbezogen werden. Ich empfehle Ihnen die Braunalge Ascophyllum Nodosum, achten Sie auf einen guten Anbieter der den Jodgehalt genau angibt und auf Schadstoffe kontrolliert hat. Algen wie Spirulina und Chlorella sind für die Deckung des Jodbedarfs nicht geeignet.

Lebertran, enthält einige Vitamine und Mineralstoffe, wird aber hauptsächlich zur Deckung von Vitamin A und ganz besonders von Vitamin D eingesetzt. Weigert sich der Hund strikt Leber zu fressen ist Lebertran eine gute Alternative. Mir geht es an dieser Stelle hauptsächlich um das Vitamin D. Im Gegensatz zu uns Menschen deckt der Hund seinen Bedarf über die Aufnahme durch die Nahrung, da die komplexen Umwandlungen von 7-Dehydrocholesterol in der Haut sehr stark eingeschränkt ist. Auch bei Lebertran ist eine Überdosierung möglich und deshalb muss gut darauf geachtet werden wie viel davon in den Napf kommt.

Auch Salz ist ein wichtiger Bestandteil der Ration wenn der Hund kein Blut aufnimmt um seinen Natrium-Chlorid Bedarf zu decken. Qualitativ hochwertiges, nicht fluoridiertes Salz wie Stein- oder Meersalz ist bestens geeignet. Bekommt der Hund im Training schon mal Wurst und Käse ist eine zusätzliche Gabe von Salz nicht mehr zu empfehlen.

Unser Resümee für einen gesunden erwachsenen Hund: ein hochwertiges Öl, eine Speiseplan-angepasste Menge an Meeresalgen, Salz und je nach Haltungsbedingungen Lebertran – das sind sinnvolle Ergänzungen!

Kurweise ist die Gabe von Hagebuttenpulver (Vitamin C reich), Grünlippmuschel (stärkt die Gelenke), Bierhefe (hilft beim Fellwechsel), Nüssen (sehr Nährstoffreich – Achtung: Macadamianüsse, Bittermandeln und Muskatnuss sind giftig für Hunde) und auf den Hund angepasste Kräutermischungen sinnvoll.

 

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